Wenn Software erklärt wird, klingt das oft abstrakt. Begriffe, wie Prozesse, Schnittstellen und Module, sind in der Praxis zwar relevant, aber im Alltag erzeugen sie kaum ein Bild. Wir wollten das ändern. Deshalb haben wir eine Firma erschaffen, die es offiziell gar nicht gibt und die doch realer wirkt als viele technische Beschreibungen: die Haller & Berger GmbH.
Eine Firma, die mehr erzählt als jedes Datenblatt
Haller & Berger ist ein mittelständisches Unternehmen aus Baden-Württemberg, spezialisiert auf Aluminiumdruckgussteile. Mit rund 180 Mitarbeitenden, klaren Strukturen und vertrauten Gesichtern verkörpert es das, was unsere Kunden täglich erleben.
Geschäftsführerin Dipl.-Kfr. Lena Berger ringt um Weitblick und Entscheidungen, während Thomas Reuter als rechte Hand den Betrieb am Laufen hält. IT-Leiter Stefan Walz kämpft mit Datenfluten, Controlling-Chefin Jana Maurer sucht nach belastbaren Zahlen, und im Lager sorgt Sven Kaya für Ordnung im Chaos.
Jeder Charakter steht für ein wiederkehrendes Muster, das wir aus Hunderten Gesprächen mit echten Unternehmen kennen. Ob Buchhaltung, Produktion oder Office Management, die Probleme sind immer ähnlich. Mit Haller & Berger haben sie einen Namen, ein Gesicht, eine Geschichte.
Alte Welt vs. neue Welt
Am Anfang stand ein klassisches Marketingproblem: Wir brauchten Gesichter für die neue Website.
Früher hätte man dafür ein Fotoshooting angesetzt. Schauspieler buchen, einen Fotografen engagieren, Kulissen organisieren, zwei Tage Shooting. Die Kosten: zwischen 20.000 und 40.000 Euro, mit Agentursteuerung auch schnell bis zu 100.000. Dauer: sechs bis acht Wochen bis die Bilder bearbeitet und einsatzbereit waren.
Und wenn das Budget kleiner war? Dann blieb nur der Griff zu Stockfotos. Glatte Bilder von Menschen in anonymen Büros. Austauschbar, seelenlos, unglaubwürdig. Vor allem aber: nicht skalierbar. Wer sich einmal für ein Bildset entschieden hatte, blieb daran gebunden. Neue Szenen? Kaum möglich. Und noch problematischer: dieselben Motive tauchten bei der Konkurrenz auf. Unternehmen, die auf denselben Bilderpool zugreifen, laufen Gefahr, verwechselt zu werden.
Der neue Weg: Gesichter aus KI
Mit KI hat sich dieser Prozess grundlegend verändert. Gemeinsam im Team entwickelten wir die ersten Charaktere. Zunächst waren es einfache Porträts, später wurden es ganze Szenen in lebendigen Büroräumen und sogar Lager- und Produktionshallen. Wir erinnern uns noch gut an die ersten Versuche. Eine Geschäftsführerin, die souverän wirkte, aber fast zu distanziert. Ein Produktionsleiter, der glaubwürdig erschien, aber mehr Bodenständigkeit brauchte. Also verfeinerten wir die Bilder. Jede Anpassung dauerte keine Tage, sondern Minuten. In kurzen Schleifen wuchsen die Charaktere weiter, wurden glaubwürdiger, lebendiger, näher an dem, was wir aus echten Projekten kennen.
Natürlich war nicht jeder Versuch ein Treffer. Es gab Momente, in denen die KI-Charaktere miteinander verschmolz und surreale Szenen erschuf wie Gesichter mit verdrehten Zügen, Figuren mit zu vielen Händen, Blicke, die leer wirkten. Gerade diese Rückschläge machten deutlich: KI allein liefert keine Wahrheit. Erst mit gesundem Menschenverstand, kritischem Blick und aktivem Abwägen entstanden die Bilder, die heute so echt wirken.
Und wenn die Gesichter schließlich Emotionen transportierten wie einen skeptischen Blick, ein müdes Lächeln, ein entschlossener Ausdruck, dann wussten wir: Hier entsteht mehr als ein generiertes Bild. Es entsteht eine Geschichte, die viele reale Menschen repräsentiert.
Szenen, die früher unmöglich waren
Der wahre Vorteil zeigt sich im Alltag. Wir können heute in kürzester Zeit Szenen erschaffen, die früher enorme Aufwände verursacht hätten.
Eine Geschäftsführerin mit Einkaufskorb und zwei Kindern im Supermarkt, um über Work-Life-Balance zu sprechen? Früher ein halber Drehtag. Heute eine Sache von Minuten. Ein IT-Leiter, der spätabends allein vor mehreren Bildschirmen sitzt, um die Systeme am Laufen zu halten? Mit wenigen Klicks entsteht eine Szene, die genau diese Stimmung transportiert.
Die Möglichkeiten sind nicht mehr durch Budgets oder Bildpools begrenzt. KI schafft Bilder, die präzise zu den Geschichten passen, die wir erzählen wollen.
Von Stockfoto zu Story: ein neues Bezugssystem im Marketing
Aus der Not „Wir brauchten Bilder“ ist etwas Größeres entstanden. Heute ist Haller & Berger ein fester Teil unserer Kommunikation im gesamten Unternehmen.
Statt abstrakte Begriffe in den Raum zu stellen, können wir Geschichten erzählen. Zum Beispiel vom Produktionsleiter, der mit verschränkten Armen vor einem Stapel Papierlisten steht und nicht weiß, wie er die Aufträge ins ERP übertragen soll oder von der Buchhalterin, die abends noch im Büro sitzt, um händisch Belege abzugleichen, während die Kollegen längst zu Hause sind.
Solche Szenen lassen sich nicht nur beschreiben, sondern auch zeigen. Die Charaktere wirken dabei nicht wie austauschbare Models, sondern wie Menschen, denen man zutraut, genau diesen Alltag zu leben. Sie verleihen den Problemen des Mittelstands eine Stimme und machen deutlich, wo Prozesse an ihre Grenzen stoßen.
Veränderung gestalten: KI als Partner im Marketing
Die Haller & Berger GmbH ist zwar nicht als reales Unternehmen gegründet, aber sie verkörpert etwas sehr Reales: die alltäglichen Herausforderungen im Mittelstand. Jede Figur, jede Szene basiert auf Erfahrungen, die wir seit Jahrzehnten in Projekten sammeln.
Entscheidend ist für uns nicht, ob es die Firma gibt, sondern was sie sichtbar macht. KI ist dabei kein Ersatz für die Realität, sondern ein Werkzeug, das uns hilft, diese Realität greifbarer und verständlicher zu erzählen. Mit Haller & Berger schaffen wir einen Spiegel, der zeigt, wo Unternehmen heute stehen, und welche Chancen entstehen, wenn man bereit ist, Prozesse neu zu denken und mutig in die digitale Zukunft zu gehen.