Im Alltag eines Unternehmens bleibt für diese Frage oft wenig Zeit. Angebote müssen geschrieben werden. Kunden benötigen Unterstützung. Projekte wollen umgesetzt werden. Es gibt Meetings, Abstimmungen, neue Anforderungen und manchmal auch die sprichwörtlichen Brände, die gelöscht werden müssen. Das spiegelt sich auch in zwei Themen dieses Newsletters wider, bei der E-Rechnung und beim Thema Zeiterfassung. Das sind Vorschriften, die ab einem bestimmten Termin greifen, die zum Teil erhebliche Umstellungen und Anpassungen innerhalb des Unternehmens erfordern, aber mit der Zielsetzung des Unternehmens nichts zu tun haben.
Typische Alltagsthemen eben, die unsere Aufmerksamkeit fordern und oft so sehr, dass wir kaum noch darüber nachdenken, warum wir all diese Dinge eigentlich tun. Dabei ist genau diese Frage von Zeit zu Zeit besonders wichtig. Der Autor Simon Sinek hat vor Jahren das herausragende Buch mit dem Titel „Start With Why“ veröffentlicht. Seine zentrale Idee: Erfolgreiche Unternehmen wissen nicht nur, was sie tun und wie sie es tun. Sie wissen vor allem, warum sie es tun. Auch wir beschäftigen uns regelmäßig mit dieser Frage.
In den vergangenen Wochen haben wir zwei neue Whitepaper zu DOCUframe und ERPframe erstellt. Ursprünglich ging es dabei darum, die Vorteile unserer Lösungen verständlich zu beschreiben. Doch während dieser Arbeit ist etwas Interessantes passiert: Wir haben uns selbst noch einmal intensiv mit der Frage beschäftigt, warum unsere Software überhaupt existiert. Natürlich entwickeln wir Software. Natürlich beschäftigen wir uns mit Prozessen, Dokumenten, ERP-Systemen, KI und Digitalisierung. Aber das ist nicht der eigentliche Zweck unserer Arbeit.
Unser Ziel ist es, Unternehmen dabei zu unterstützen, den Überblick zu behalten. Zusammenhänge sichtbar zu machen. Komplexität beherrschbar zu machen. Dafür zu sorgen, dass Informationen nicht verloren gehen und Prozesse nachvollziehbar bleiben.
Dabei ist uns etwas bewusst geworden: Wir speichern in unseren Systemen nicht einfach nur Informationen. Informationen lassen sich heute nahezu überall speichern. Die eigentliche Herausforderung besteht darin, die Zusammenhänge zwischen diesen Informationen zu erhalten. Welche E-Mail gehört zu welchem Projekt? Welche Entscheidung wurde auf welcher Grundlage getroffen? Welche Dokumente stehen miteinander in Verbindung? Welche Prozesse hängen voneinander ab? Und wie gelingt es, dass dieses Wissen auch dann erhalten bleibt, wenn Menschen das Unternehmen verlassen oder neue Mitarbeiter hinzukommen? Genau diese Zusammenhänge abzubilden, ist seit vielen Jahren der eigentliche Kern unserer Arbeit.
Vielleicht ist das auch ein schöner Impuls für die Sommerzeit. Einfach einmal einen Schritt zurückzutreten und sich die Frage zu stellen: Warum existiert mein Unternehmen? Welchen Beitrag leisten wir für unsere Kunden? Was wollen wir wirklich erreichen? Und woran würden unsere Kunden erkennen, dass wir unsere Aufgabe besonders gut erfüllen? Die Antworten darauf sind oft viel wertvoller als die nächste Kennzahl oder die nächste Aufgabe auf der To-do-Liste.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Freude beim Lesen der beiden neuen Whitepaper. Vielleicht entdecken Sie darin nicht nur einige Gedanken zu Software, Digitalisierung und KI, sondern auch die eine oder andere Anregung für die Entwicklung Ihres eigenen Unternehmens.
Herzliche Grüße
Ihr Bastian Rebhan